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The Man who wasn't there


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
***** **** ***** * ***** ** ***** ***** 92%
 

 
Die Coen-Brüder haben wieder zugeschlagen: Ein Friseur (Billy Bob Thornton) wird zum Antihelden und erzählt uns seine unglaubliche Geschichte. Cineclub-Filmtipp.


The Man who wasnt thereEs ist schon ein starkes Stück, einen Mann zum Off-Erzähler zu machen, der nicht gerne redet und es zeugt von einer Menge Mut einen Film über einen Friseur zu machen. Nun, die Coen-Brüder haben einen Ruf zu verteidigen und in all seiner Dramatik und stillen Komik haben sie mit „The Man Who Wasn't There" erneut ein Meisterwerk vorgelegt.

Ed Crane (Billy Bob Thornton) ist der besagte Friseur und er redet so gut wie nie. Zumindest nichts Überflüssiges. Im Friseursalon wirkt er denkbar deplaciert und eigentlich ist es ja nur der Salon seines Schwagers. Ed hat sich mit seinem Schicksal scheinbar abgefunden, auch stört es ihn nicht, dass seine Frau fremdgeht und sie nie Kinder bekommen haben. Aber vielleicht gibt es da doch noch mehr im Leben als Haare zu schneiden. Trockenreinigungen wären da so ein Beispiel. Mit dem Toupet-Träger Tolliver (Jon Polito) geht er ein Geschäft ein und besorgt sich die dafür nötigen 10.000 Dollar auf recht unkonventionelle Weise. Je mehr Ed versucht, aus seinem eintönigen Leben auszubrechen, umso mehr bringt er sein Leben aus der Bahn, bis es zur Katastrophe kommt.

Es mag ungerecht sein, Menschen nach deren Äußerem zu beurteilen, doch in „The Man Who Wasn't There" hat es Methode. Allmählich beginnt man, auf die Frisuren der Charaktere zu achten und beurteilt diese irgendwann auch nach deren Haarschnitt.

The Man who wasn't there
Viel Spaß beim Bingo Doris (Frances McDormand)

Joel und Ethan Coen ist ein Drama gelunden, das an eine Tragikomödie erinnert, doch allzu oft bleibt einem das Lachen im Hals stecken. Aber gerade dieser spezielle Humor zeichnet Coen-Filme aus. Nach „Hudsucker – Der große Sprung", „Fargo", „The Big Lebowski" und „O Brother, Where Art Thou" haben sie sich einmal mehr den Normalo als Hauptfigur ausgesucht, was den Film umso sympathischer macht. Nicht zuletzt ist es die geniale schauspielerische Leistung von Billy Bob Thornton, der mit seiner Melancholie und seinem unerschütterlichen Gesichtsausdruck über jeden Schicksalsschlag dem Film einen unvergleichlichen Stempel aufrückt.

The Man who wasn't there
Doris ist 'zu wie tausend Russen'.

The Man who wasn't there
Doris' und Eds Ehe ist ziemlich am Ende.

The Man who wasn't there
Kann einFriseur einem Toupet-Träger trauen?

The Man who wasn't there
Joel und Ethan Coen.

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Fakten
Originaltitel:
The Man who wasn't there
 
deutscher Kinostart am:
08.11.2001
 
Genre:
Drama
 
Regie:
Joel Coen
 
Dieser Film wurde bewertet von:
hope(92%)
 
Texte:
hope
 
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TV-Termine

DatumUhrzeitSender
19.05.2008 21:00 Arte
²) Sendezeiten bis 05:00 Uhr sind in der Nacht zum Folgetag.


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