![]() |
|
Moulin Rouge |
|
|
|
|
|
18.10.2001: |
Nur die Gesamtwertung: |
|
|
| Genre: | Drama |
||
| Regie: | Baz Luhrmann | ||
| Inhalt
& Kritik: von abu |
Wer Pathos, Kitsch,
Ausstattungsorgien, Musicals und hirnverschwurbelnde Kamerafahrten nicht mag - für den
gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder er (oder sie) geht ins Kino und wird sich von Baz
Luhrmanns endgültiger Zustandsbeschreibung des Machbaren eines Besseren belehren lassen.
Oder er geht nach dem Film nach Hause, wirft auch noch das letzte Plüschtier in den
Müll, meldet die Stereo-Anlage bei der GEZ ab und bekennt sich zur absoluten Askese. Es
sollen auch schon Personen gesichtet worden sein, die Moulin Rouge" einfach
langweilig fanden. Nun denn - ein bisschen Schwund ist immer. Ob das Kino gerade auf diesen Film gewartet hat - darüber mag ich nicht streiten. Fakt ist: Was der australische Kino-Erneuer (seine Kritiker werden sagen: Kino-Vergewaltiger) hier im wahrsten Sinne des Wortes angerichtet hat, gleicht einer Frischzellenkur mit ungewissem Ausgang. Endlich schert sich mal einer nicht um die Massenkompatibilität seiner sündhaft teuren Exzesse, was sich natürlich nur mit dem Erfolg von Romeo & Julia" im Rücken erklären lässt. Nein: Er tut das, was man in Ganoven-Kreisen mit sein Ding durchziehen" umschreibt. Sprengt alle Grenzen, marschiert unbeirrbar auf sein Ziel zu und schaut sich dort, aber wirklich erst dort, danach um, was er da hinterlassen hat. Und wahrscheinlich ist er selbst erstaunt darüber.
Die Handlung
Die Optik Dass dieses Schneiden in den schnellen" Moulin-Rouge-Szenen auf Spitzen getrieben wird, die selbst MTV-Clips vor Neid erblassen lassen, ist nur die logische Konsequenz. Sein Meisterstück ist jedoch jene Abfolge von Ereignissen, in der Satines Fast-Vergewaltigung, Christians Liebesleid sowie das Warten der Musical-Truppe auf ihren Auftritt synchron miteinander verwoben werden. Gibt man sich diesem Bilder-Rausch einmal hin, wird man staunen, wie ein Übermaß an Informationen nicht zum Overkill führt. Vielmehr entsteht ein neuer Wahrnehmungszustand, der sich ins Unterbewusste flüchtet. Die schreienden rot-violetten Plüsch-Farben und ein Paris, das wie aus dem (Alb)-Traum eines surrealistischen Malers dahingeworfen zu sein scheint, tun ihr übriges.
Die Musik
Der Effekt |
||
Dieser Film wurde bewertet von: |
Jetzt
moulin rouge (sofern schon verfügbar)
|
||
zurück zum
Filmarchiv
zurück zur Wertungsübersicht
zurück zur Cineclub-Homepage
[TextCounter Fatal Error: Could Not Write to File _filmarchiv_2001_moulin_rouge.html]
(c) 2001 Cineclub, Recklinghausen für alle Texte, die
Rechte an den Bildern liegen beim jeweiligen Filmverleih.
(c) 2001 Marc Altenburg, Dortmund für die Filmkritik