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Die Polizistin |
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10.05.2001: |
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| Genre: | Komödie |
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| Regie: | Andreas Dresen | |||||||||||
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| Inhalt
& Kritik: von: abu |
Hart und stressig -
so ist er, der Polizeialltag. Nicht weniger anstrengend muss auch die Arbeit von Regisseur
Andreas Dresen gewesen sein. Während der ersten, wirklich guten Stunde
bewahrt er "Die Polizistin" noch vorm Abrutschen in den Betroffenheits-Strudel.
Hält sie mit Humor-Injektionen munter und in einer spannenden Balance. Doch irgendwann
geht ihm die Kraft aus, wird die Geschichte so schwer, dass sie ihm aus den Händen
gleitet. Schade drum, trotz Grimmepreis, den diese WDR-Produktion vor kurzem erhielt. Dabei beginnt alles viel versprechend: Anne (Gabriela Maria Schmeide) ist "die Neue" auf einem Rostocker Polizeirevier im allertrostlosesten Stadtteil - einer Plattenbau-Siedlung, der die Bezeichnung "grau" noch schmeicheln würde. Vom abgenutzen "Alle Männer gegen eine Frau"-Plot zum Glück keine Spur: Die Kollegen mögen die Neue, und umgekehrt. Zwischen Tankstellenraub und Familienzoff ist im Polizeialltag mehr als kriminialistischer Spürsinn menschliches Verhandlungsgeschick gefragt. Vor allem Mike (Axel Prahl) erweist sich darin als Meister und gibt Anne anschauliche und warmherzige Lehrstunden. Dass dem auch privates Näherkommen folgt - wen wunderts, schließlich ist der Arbeitsplatz Beziehungsstifter Nummer eins.
Der dokumentarische Stil, in dem das alles gefilmt ist, beschränkt sich nicht auf Handkamera und grobe Bilder, sondern Dresen ist wirklich nah dran. An den Gesichtern, den Geschichten. Ob sich Anne zweifelnd im Spiegel mustert ("Bin ich noch attraktiv?") oder Mike hastig einen Döner verschlingt (und sich um seine Attraktivität überhaupt nicht kümmert) - gespielt wirkt das nie. Jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt, an dem die frischgebackene Polizistin meint, die Welt verbessern zu müssen. Bis zu der Stelle, an der die Konflikte vorhersehbar werden. So verschwinden nicht nur aus Mitleid freigelassene Gangster, auch Glaubwürdigkeit und Echtheit gehen stiften. Und lassen Fragen zurück: Warum vertraut Andreas Dresen seiner anfangs perfekten Mischung nicht? Warum glaubt offenbar auch er, dass Humor und Ernsthaftigkeit sich in einem deutschen Film auf Dauer ausschließen? Jemand sollte hier mal ermitteln. |
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Dieser Film wurde bewertet von: |
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