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Die Klavierspielerin |
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11.10.2001 |
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| Genre: | Melodram |
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| Regie: | Michael Haneke | |||||||||||
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| Inhalt: | Erika Kohut (Isabelle
Huppert, siehe Foto oben) ist zwar schon Mitte vierzig, lebt aber dennoch zu Hause
bei ihrer Mutter. Die beiden Frauen haben noch nicht einmal ein gutes Verhältnis
zueinander. Erika wird bevormundet und ihr wird hinterher spioniert. Erikas schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter und die fehlende Distanz zu ihr sind auch der Grund für ihre kühle, immer disziplinierte Haltung. Einzig wenn sie am Klavier sitzt und Schubert spielt, kann sie das ein wenig aus der Reserve locken. Genauso hat ihr Klavierspiel ihren jungen Schüler Walter Klemmer (Benoît Magimel) aus der Reserve gelockt. Spontan verliebt er sich in Erika. Auch wenn Erika zu ihren Schülern nicht minder kühl ist als zu ihrer Mutter und zu sich selbst, kommen die beiden sich auf seltsame Weise näher. Dabei ahnt Walter nicht, dass Erika nur noch in der Demütigung und in der Qual Lust empfinden kann. Es kommt zur Katastrophe als Erikas Phantasien sich gegen sie wenden. |
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| Kritik: | Kultregisseur Michael
Haneke versteht es wieder mal zu schockieren und alle Konventionen zu brechen. Wie er
die entartete Sexualität der Erika Kohut darstellt, ist genial und vermag es gleichzeitig
genauso wie die Buchvorlage von Elfriede Jelinek, den Rezipienten zu verwirren. Genialer Star des Films ist natürlich die göttliche Isabelle Huppert, die in diesem Jahr als beste Darstellerin in Cannes ausgezeichnet wurde. Sie verleiht jeder Szene mit ihren unglaublich feinen und doch expressiven Gesichtsausdrücken eine ganz besondere Bedeutung. Es macht den Eindruck, als lebe sie die Rolle der Klavierspielerin, statt sie einfach nur zu spielen. Zurecht bekam "Die Klavierspielerin" drei goldene Palmen auf den Filmfestspielen in Cannes. Neben der schon erwähnten besten Darstellerin außerdem den Preis für den besten Darsteller (Benoît Magimel) und den Preis für den besten Film. Ein, wenn auch bedrückendes, absolut sehenswertes Meisterwerk. |
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