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Die Frage was im
Leben wirklich wichtig ist würde Russ Duritz (Bruce Willis), seines Zeichens
Imageberater, wahrscheinlich folgendermaßen beantworten: ein schnelles Auto, ein riesiges
Penthouse, viel viel Geld und die Absicht, immer tadellos zu wirken. Rusty Duritz sieht
das ganz anders: er bevorzugt einen Hund, eine Frau und träumt von einem Job, der stets
spannend ist und nie langweilig ist. Das ganze wäre ja auch eigentlich nicht schlimm, das
Paradoxe besteht eigentlich nur in der Tatsache, dass Russ und Rusty ein und dieselbe
Person aber gleichzeitig zwei unterschiedliche Menschen sind. Nein ich spreche jetzt nicht
von einer kranken Persönlichkeit mit einem Doppelleben sondern davon, dass der
karrierebesessene Russ auf einmal Besuch von seinem ehemaligen Ich Rusty, dem kleinem
dicken allzeit nervendem Kind bekommt. Das Schicksal jedoch hat sich dafür entschieden
Rusty 32 Jahre in die Zukunft zu versetzen um ihn mit seinem zukünftigen Ich zu
konfrontieren. Es kommt wie es kommen muss, Russ, der 3 Jahrzehnte damit verbracht hat
seine Kindheit und Jugend zu vergessen will das störende Kind schnellstens loswerden, und
auch Rusty würde viel lieber wieder zurück in die Vergangenheit. Doch langsam kommen die
Erinnerungen wieder und er muss erkennen, dass er keinen seiner einstigen Träume je
verwirklicht hat. Es wäre kein richtiger Disney-Film wenn es nicht doch noch zu einem
Happy-End kommen würde, also helfen sich beide gegenseitig ihre Probleme zu lösen und
jeder darf sein eigenes Leben mit ein wenig mehr Weisheit weiterführen. Rusty setzt sich
endlich gegen seine gemeinen Schulkameraden durch und Russ verwirklicht endlich die
vergessenen Träume. |
| Kritik: |
Die Kritik zu diesem
Film sollte eigentlich nicht sonderlich schwer sein, auch wenn man Bruce Willis
gerne mal wieder in einem actiongeladenen Blockbuster sehen würde, kann man ihm nicht
absprechen, dass er auch in "The Kid" sein Handwerk beherrscht und den Wandel
vom karrieregeilen Yuppie zum einfühlsamen Ehemann durchaus überzeugend darstellt. Die
eigentliche schauspielerische Leistung jedoch ist Spencer Breslin
zuzusprechen, der als Rusty seine Rolle so überzeugend spielt, dass er selbst die
Zuschauer durch dauerndes Gejammer ziemlich anstrengt (dies ist absolut positiv gemeint)
aber andererseits die Rolle des zu bedauernden Kindes ebenfalls sehr authentisch
darstellt. Die Umsetzung der Idee ist zweifellos gelungen auch wenn nicht alle Fragen
beantwortet werden, aber gewürzt mit dem Disney Standartrezept, welches sich durch netten
Humor, verfeinert mit leichtem Druck auf die Tränendrüse und dem unentbehrlichem
Happy-End, auszeichnet, kann ich diesen Film durchaus empfehlen. |