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Sleepy Hollow |
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24.02.2000: |
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| Genre: | Horror-Komödie |
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| Regie: | Tim Burton | |||||||||||
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| Inhalt / Kritik: von |
So ähnlich könnte eine Filmkritik zu "Sleepy Hollow" zurzeit des ausgehenden 18. Jahrhunderts begonnen haben - hätte es damals schon Kino gegeben. Da dem aber nicht so war, begeben wir uns eben jetzt auf die Spuren von Ichabod Crane (Johnny Depp), einem modernen Constable des Jahres 1799. "Wir haben auch in New York Morde, für die brauchen wir keine kopflosen Reiter", spricht er, als ihn die ehrwürdigen Bürger des Hinterwäldler-Dorfes Sleepy Hollow (Notar, Bürgermeister und Reverend scheinen direkt einer Freak-Show für komische Käuze entsprungen) mit dem grausigen Spuk konfrontieren. Dieser "Es gibt für alles eine Erklärung"-Attitüde desjenigen, der sich mit der Wissenschaft im Bunde weiß, folgt der Zuschauer nur allzu gern - aber nicht allzu lang. Denn mit jedem Vorfall schwindet der Glauben in eine irdische Herkunft des unheimlichen Treibens. Welche Vorfälle genau, darüber lassen wir den dunklen Mantel des Geheimnisses gebreitet. Das "wie" ist jedoch mindestens ebenso spektakulär. Doch lassen wir dazu unseren geschätzten Kritiker zu Wort kommen:
In der Tat - das Set-Design ist revolutionär: Jede einzelne Schneeflocke, jedes Blatt, jede Nebelschwade wirkt so, als sei sie extra an ihre Stelle gebracht und ausgeleuchtet worden. Diese liebevolle Arbeit trägt maßgeblich dazu bei, dass der ganze Film mit einer drückenden, ja surrealen Aura umgeben ist. Ebenso wie der liebenswürdige, trottelige, entrückte Johnny Depp (siehe Foto) als Aufklärer Ichabod Crane: Er wirkt wie nicht von dieser Welt. Hohlwangig stolpert er von einem Zwischenfall, der sein Weltbild auf den Kopf stellt, in den nächsten. An seiner Seite (mal mehr, mal weniger) die engelsgleiche, aber dennoch undurchsichtige Christina Ricci. Der ganze Film ist eine große Vision und ein großer Spaß. Wie schon der unbekannte Film-Fan vor 200 Jahren schrieb:
Vielleicht ist Tim Burton wirklich der letzte Visionär des Kinos. Auf jeden Fall hat er mit Sleepy Hollow einen Meilenstein des phantastischen Kinos gesetzt: Aus "Mars Attacks" rettete er den verschrobenen Humor herüber, aus "Edward mit den Scherenhänden" seine Vorliebe für merkwürdige Helden (und für Johnny Depp), und "Nightmare before Christmas" stand Pate für die Grundstimmung. Wie es uns gefallen hat?
Dem schließen wir uns ohne Vorbehalte an. |
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Dieser Film wurde bewertet von: |
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