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In China essen sie Hunde |
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06.07.2000: |
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| Genre: | Kriminalkomödie |
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| Regie: | Lasse Spang Olsen | |||||||||||
| Inhalt: | Der Bankangestellte
Arvid (Dejan Cukic) führte bisher ein überaus langweiliges Leben. So meint
zumindest seine Freundin Hanne (Trine Dyrholm), die ihm eines morgens
offenbart, dass sie schon Pollenkalender gesehen hat, die lustiger waren als er. Nach
dieser frustrierenden Offenbarung beginnt für Arvid ein neuer Arbeitstag in der Bank und
wie es das Schicksal so will, soll sich sein Leben ab diesem Tag grundlegend verändern.
Die Bank, in der Arvid arbeitet, wird nämlich prompt überfallen. Der Bankräuber Franz (Peter
Gantzler) unterschätzte dabei aber die Schlagkraft Arvids, dem es gelingt, Franz
mit dem Squashschläger eines Arbeitskollegen niederzustrecken. So wird Arvid zum Held des
Tages. Seiner Freundin kann er von seinem aufregenden Tag allerdings nicht mehr berichten, denn als er zuhause ankommt, hat sie ihre Sachen gepackt, die Wohnung ausgeräumt und sich von ihm mit einem "freundlichen" Spruch an der Zimmerwand verabschiedet. Zu allem Überfluss taucht dann auch noch die Frau des Bankräubers bei Arvid auf und beklagt sich bei ihm unter Tränen darüber, daß es nicht richtig war, was er getan hat. Franz hat die Bank schließlich nur überfallen, weil sie unbedingt ein Kind haben wollten und eine künstliche Befruchtung nun mal einiges kosten würde. Das gibt Arvid dann doch zu denken, und so fasst er sich ein Herz und will den angerichteten Schaden wieder gutmachen, indem er beschließt, einen Geldtransporter zu überfallen, um mit dem Diebesgut die Familienplanung des Bankräubers und dessen Frau zu unterstützen. Arvid weiß bereits genau, wann und wo der Überfall stattfinden soll, nur mit dem wie hapert es noch. Deshalb besucht er nach Jahren wieder seinen Bruder Harald (Kim Bodnia), den einzigen Kriminellen, den er kennt, um ihn um Hilfe zu bitten. Damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf. Durch eine Verkettung widriger Umstände eskaliert die Situation und Arvid wird immer tiefer in einen Sog aus Verbrechen und Gewalt hineingerissen, bis schließlich Leichen seinen Weg pflastern. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten... |
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| Kritik: | Regisseur Lasse
Spang Olsen liefert mit "In China essen sie Hunde" eine rabenschwarze
Komödie ab, die sich hinter amerikanischen Produktionen nicht zu verstecken braucht. Dies
gelingt ihm nicht zuletzt durch zwei gut besetzte Hauptdarsteller - Dejan Cukic
und Kim Bodnia. Dejan Cukic wirkt zu Beginn des Films wie jemand, der keiner Fliege etwas zu Leide tun kann und verkörpert die Rolle des langweiligen Bankangestellten Arvid glaubhaft. Nach und nach wandelt sich Arvids Charakter und er übernimmt zunehmends die Lebensphilosophie seines Filmbruders Harald, die besagt, dass es eigentlich kein Richtig und Falsch im Leben gibt. Wichtig ist nur, dass man das, was man tut, ordentlich macht. So wird aus dem zögerlichen Langweiler ein Mann, der weiß, was er will, einmal gefasste Pläne entschlossen in die Tat umsetzt und sich nicht mehr allzusehr von seinem Gewissen plagen lässt, auch wenn er mal eben versehentlich eine ganze Rockband auslöscht. Schließlich gibt es davon sowieso zu viele. Die Darstellung des gewandelten Arvid gelingt Dejan Cukic überzeugend.
Tatkräftig unterstützt werden Arvid und Harald im Film durch die Köche in Haralds Restaurant, Martin (Nikolaj Lie Kaas) und Peter (Tomas Villum Jensen), die schauspielerisch nicht allzu tief angelegt sind. Dafür dürfen sie aber als "running gag" des Films nach getaner Drecksarbeit bzw. in diversen brenzligen Situationen stets entschuldigend beteuern, dass sie ja schließlich nur Köche sind. Küchengehilfe Vuk (Brian Patterson), den eine Katastrophe nach der anderen ereilt, ergänzt das Quintett und stellt im Film eine bemitleidenswerte Figur dar, auf deren Kosten man aber dafür herzhaft lachen kann. "In China essen sie Hunde" ist kurzweilige Unterhaltung ohne Tiefgang. Ein besonders fieses Exemplar einer Kriminalkomödie, das Freunde von "Pulp Fiction" & Co. sicherlich in Hochstimmung versetzen wird. Die brutaleren Sequenzen des Films sind zwar meist so überzogen dargestellt, dass man sie nicht ernst nimmt, aber in manchen Szenen fehlt leider der zynische Touch. Auch die rassistischen Sprüche von Harald dürften sicher nicht nach jedermanns Geschmack sein, selbst wenn alles gar nicht so gemeint ist. Wer derben, schwarzen Humor schätzt, für den ist "In China essen sie Hunde" genau richtig. Wer eher die leisen, ironischen Untertöne bevorzugt, sollte dagegen besser auf einen anderen Film ausweichen. |
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| Originaltitel: | I Kina spiser de hunde | |||||||||||
Dieser Film wurde bewertet von: |
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