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Dancer in the Dark |
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28.09.2000: |
Nur die Gesamtwertung: |
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| Genre: | Drama |
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| Regie: | Lars von Trier | ||
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| Inhalt & Kritik: von abu |
Zu behaupten, der
dänische Regisseur Lars von Trier habe keine Feinde, wäre in etwa so falsch
wie die Aussage, dass die Sonne sich um die Erde dreht. Und zwar sind seine Feinde
diejenigen, die von einem Film mehr erwarten als nur eine trockene Geschichte - zum
Beispiel Bilder, die im Gedächtnis bleiben und nicht wie bei "Dancer in the
Dark" wackeln, verschwimmen und damit an den Sektoren des Gehirns, die für die
Erinnerung zuständig sind, regelrecht vorbeirauschen. Woran liegts, dass "Dancer in the Dark" so grandios daneben geht, die Emotionen - mit wenigen Ausnahmen - so kalt lässt, als würde man einem Sack Reis in China beim Umfallen zuschauen? Ich weiß es nicht. Denn eigentlich stimmt an dem Film alles, und es ist leicht nachvollziehbar, was sich von Trier mit dieser Szene gedacht, was er mit jener Einstellung bezwecken wollte. Vielleicht zu durchschaubar? Wobei man mit dem Wort "durchschauen" vorsichtig sein sollte. Denn die Fabrikarbeiterin Selma (Björk) erblindet langsam. Weil ihr Sohn genetisch bedingt das gleiche Schicksal teilt, will sie zumindest für ihn die rettende Operation bezahlen und spart sich das Geld mühsam ab. Bis dahin ist nichts dagegen einzuwenden, das trägt als Grundlage für einen tragischen Spielfilm allemal. Aber dann begeht von Trier einen Fehler: Statt die Figuren handeln zu lassen, lässt er sie nur leiden. Das persönliche Schicksal verliert zugunsten des konstruierten Rahmens. Und dagegen kann dann selbst Björk nichts mehr ausrichten, ohne die der Film vermutlich ein komplettes Desaster geworden wäre. So rettet sie ihn in gewisser Weise noch durch ihre spröde, unberührbare Ausstrahlung. Und natürlich durch ihre Musik, die in grell-bunten bis pastellfarbenen Musical-Szenen ihren Niederschlag findet. Sieben dieser mit dem Rest des Films völlig kontrastierenden Einlagen sind es. Und sie erfüllen genau das, was sonst fehlt: Sie berühren, geben der tragischen Handlung, die wie ein Schnellzug in die Katastrophe rollt, eine Verschnaufpause. Leider wartete ich während der Phasen, die eigentlich die Handlung vorantreiben sollten, nur noch auf den nächsten Einbruch der Phantasie in die sonst so trübe Filmwelt. Denn das sollte Lars von Trier nicht aus dem Blick verlieren: Realismus ist gut und schön - aber dazu brauche ich nicht ins Kino zu gehen. Und Gefühle kann man nicht mit potenziertem Leid erzwingen. |
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Dieser Film wurde bewertet von: |
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