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Haunted - Haus der Geister

  
Der junge Psychologieprofessor David Ash (Aidan Quinn) glaubt nicht an Geister und Gespenster - bis er auf einen Landsitz gerufen wird, wo er nicht nur der attraktiven Christina (Kate Beckinsale) begegnet, sondern sich auch mit unerklärlichen Phänomenen konfrontiert sieht...
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

30.11.1995
Haunted - Haus der Geister

***** *** *****
*** **** ***
*** ***** 81%
  
Genre:

Gruselfilm

  

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Regie: Lewis Gilbert
  

  Haunted - Haus der Geister

Inhalt:

David Ash (Aidan Quinn) ist ein junger aufstrebender Mann, der in seiner Jugend unbeabsichtigt für den Tod seiner Zwillingsschwester verantwortlich war - beim Spielen fiel diese nämlich so unglücklich mit der Schläfe auf einen Stein, dass sie daraufhin in einen Teich stürzte, aus dem David sie auch nicht mehr retten konnte. Als er in der Nacht darauf dann die Stimme seiner toten Schwester hört, begibt sich David hinab ins Wohnzimmer, in dem ihre Leiche aufgebart im Sarg liegt - und dann passiert etwas, das Davids Leben für immer verändert.

Jahre später: Als erfolgreicher Psychologieprofessor hält David an der Uni Oxford Lesungen über paranormale Phänomene und lässt keine Gelegenheit aus, seinen Studenten mitzuteilen, dass es für ihn weder Geister, noch Gespenster oder Übersinnliches gibt - für ihn ist einfach alles irgendwie wissenschaftlich erklärbar. Auch bei einer Session einer stadtbekannten Geisterbeschwörerin beweist er den Anwesenden durch gekonnte Tricks,  dass diese einen großen Schwindel betreibt. Doch dann geschieht etwas Unfassbares: Als die Teilnehmer der Session empört den Raum verlassen, hört David plötzlich durch die Beschwörerin erneut die Stimme seiner Schwester, die seinen Namen ruft - wie einst in seiner Jugend...

Haunted - Haus der Geister
Eine Vision oder doch nur Schwindel?

Tags darauf erhält David dann zum wiederholten Male Post von einer Frau, die als Haushälterin auf einem alten Landsitz namens Edbrook Hall arbeitet und behauptet, von Geistern heimgesucht zu werden. Er entschließt sich, der alten Dame einen Besuch abzustatten und ihr - aber auch sich - zu beweisen, dass sie sich irrt. In Edbrook Hall angekommen, lernt David dann sogleich die Geschwister Robert (Anthony Edwards), Simon (Alex Lowe) und Christina (Kate Beckinsale) kennen, die sich um ihr altes "Tantchen Tess" kümmern, aber auch keinen Moment auslassen, sich über deren Meinung, dass Geister sie heimsuchen, lustig machen. Auch sonst frönen die Geschwister einem inzestuösen Leben und lassen sich auch von Davids Anwesenheit nicht weiter beirren. Dieser verfällt unterdessen dem Charme der attraktiven Christina und beide verbringen kurz darauf ausgiebig Zeit miteinander, was vor allem dem ältesten Bruder Robert gar nicht gefällt. Doch all diese schönen Momente täuschen David nicht darüber hinweg, dass im Haus merkwürdige Dinge vor sich gehen, und so erlebt er immer mehr ungeahnte Schocksituationen, die ihn an den Rand des Wahnsinns treiben. Außerdem sieht David immer wieder seine verstorbene Schwester, die ihm offensichtlich etwas mitteilen will - nur was? Als dann auch der ortsansässige Arzt ihm nicht mehr weiterhelfen kann, will David so schnell wie möglich diesen scheinbar verfluchten Ort wieder verlassen und das am liebsten mit der freizügigen Christina. Doch diese lässt ihn nun nicht mehr gehen und als David endlich bewusst wird, wo er hier hineingeraten ist, scheint es schon zu spät für ihn und eine Katastrophe bahnt sich an...

  

  Haunted - Haus der Geister
 

Kritik:

Die Zeit der stilvollen Gruselfilme, welche wirklich noch unter die Haut gehen können und vielleicht noch den einen oder anderen Zuschauer auf der Unterlippe kauen lassen, ist vorbei. Aktuell entsetzt uns das Horrorkino mit unzähligen sowie unnötigen Schockmomenten und verursacht sogar bei manchem Kinobesucher eine traumatische Angst, die zwar schnell wieder verfliegt, aber eben völlig unnötig ist - genau das beweist Haunted sehr eindrucksvoll.

Die dunklen Korridore, die im Wind schlagenden Fenster und abgesperrten Zimmer bieten angenehm spannenden und nervenaufreibenden Grusel und schaffen somit eine Stimmung aus Misstrauen, Furcht und Neugier, die durchaus noch den Atem rauben kann und bis zur letzten Minute eine unheimliche Spannung erzeugt.

Unterlegt wird das Szenario mit wunderschönen farbsatten Bildern der englischen Country-Gegend Mitte des 20. Jahrhunderts und alle Akteure geben dem Ganzen auch noch den letzten Schliff. Mit viel Charme und der eindeutigen Freude, an diesem Film teilhaben zu dürfen, geben die Schauspieler ihr Bestes.

Dieser Film ist somit insgesamt empfehlenswert - gerade wegen der erschreckenden Fülle an stumpfen, Angst machenden Horrorfetzen in unseren sonst so angenehmen Kinosälen - ein Muss für jeden Fan des gepflegten Gruselns.

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Haunted - Haus der Geister
David und Christina.

Originaltitel: Haunted
   

Dieser Film wurde bewertet von:
Conway(81%)

Texte:
Conway
  
  
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