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leer Knight Rider


Aufmachung Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
**** *** *** **** **** * * ***** 75%
 

 
„Er kommt – Knight Rider. Ein Auto, ein Computer, ein Mann (David Hasselhoff). Knight Rider – ein Mann und sein Auto kämpfen gegen das Unrecht“ … und gegen die Zeit, denn nach vier Staffeln war bereits Schluss. Doch schon damals hatte diese futuristisch angehauchte Action-Krimi-Serie weltweiten Kultstatus erreicht und bis heute lebt der Hype weiter – natürlich auch mit allerhand Versuchen, die Franchise wiederzubeleben.

Knight Rider (80er-Jahre-Serie)


Für Wilton Knight (Richard Basehart) hat der Kampf für Gerechtigkeit oberste Priorität. Extra dafür gründete der US-Millionär die „Foundation für Recht und Verfassung“. Geleitet vom britischen Geschäftsführer Devon Miles (Edward Mulhare) setzt sich die Organisation für Leute in Not ein und beantwortet (auf eigene Weise) rechtliche Fragen. Um diese besondere Verbrechensbekämpfung dauerhaft sinnvoll zu gestalten, haben Wissenschaftler einen ganz besonderen Wagen kreiert – einen mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Pontiac Firebird Trans Am.

Der „Knight Industries Two Thousand“ (KITT) kann derweil nicht nur denken und sprechen. Der clevere Wagen ist auch mit allerhand Hightech ausgestattet. So macht ihn eine ausgereifte Molekularversiegelung beinahe unzerstörbar. Ein Turbo Boost sorgt für Sprungkraft und ein Super Pursuit Mode lässt das Auto bis zu 480 km/h schnell werden. Auch Spielereien wie der Silent Mode zum leisen Anfahren, ein Synthesizer für Geräusche aller Art, wechselnde Nummernschilder, ein Enterhacken, ein Schleudersitz, der Surveillance Mode zur genauen Überwachung der Umgebung, allerhand Boardcomputer und vieles mehr machen dieses besondere Gefährt zu einem wichtigen Begleiter für einen menschlichen Partner...

Knight Rider (80er-Jahre-Serie)
Geschäftsführer Devon Miles (Edward Mulhare) und Fahrer Michael Knight.

Michael Arthur Long (David Hasselhoff) ist ein engagierter Polizist in Kalifornien und wird bei einem Undercover-Einsatz ins Gesicht geschossen. Aufgrund einer eingesetzten Metallplatte in seiner Stirn (ein Überbleibsel vom Vietnamkrieg) überlebt der junge Mann jedoch knapp und wird von Wilton Knight und dessen Foundation aufgepäppelt und ist nun für das Ein-Mann-Projekt zum Schutz von Recht und Verfassung vorgesehen. Obwohl Long zuerst ablehnt, begreift er mit der Zeit, dass er mit Hilfe der Foundation und dem Wagen KITT wesentlich mehr erreichen kann. Da Long nach einer Gesichts-Operation und auch dank neuer Fingerabdrücke mit komplett neuer Identität agieren kann, wird aus ihm nun Michael Knight und fortan kämpft dieser zusammen mit KITT als „fahrender Ritter“ gegen das Verbrechen. Besonders das Ableben von Wilton Knight und das damit verbleibende Vermächtnis animieren alle Beteiligten, den Kampf weiterzuführen und das Erbe zu ehren.

Natürlich gibt es auch Feinde, die eine große Gefahr für die Foundation und Michael sowie KITT darstellen. So hat Wilton Knight z.B. einen Sohn. Garth Knight (David Hasselhoff in einer Doppelrolle) sieht genauso aus wie Michael Knight, denn dessen neues Gesicht wurde dem von Garth einst nachempfunden. Garth hingegen ist menschlich gesehen das komplette Gegenstück zu Michael und so kommt es zu einem großen Showdown zwischen den beiden Männern… Doch auch KITT hat seinen Feind. KARR („Knight Automated Roving Robot“) war einst der Prototyp zu KITT und entwickelt nun ein gefährliches Eigenleben, welches die Vernichtung von KITT als Ziel hat. Somit haben sowohl Knight als auch sein Wagen ihre jeweiligen Gegenspieler, doch auch Freunde gibt es. Ein Beispiel ist Bonnie Barstow (Patricia McPherson), die Elektronik- und Computer-Expertin der Foundation und zeitgleich die Chef-Mechanikerin für KITT. Sie ist es, die den Wagen stets mit allerhand Neuheiten und Informationen zu den einzelnen Fällen ausstattet. Zwischenzeitlich von April Curtis (Rebecca Holden) ersetzt, kehrt Bonnie dann aber wieder zurück. Und zum Ende hin gibt es noch Reginald Cornelius III. (Peter Parros), der (letztendliche) Fahrer der mobilen Zentrale der Foundation, der Michael Knight manchmal sogar aktiv in seinen Fällen unterstützt. Da kann also nichts mehr schief gehen... oder?

Knight Rider (80er-Jahre-Serie)
Michael Knight (David Hasselhoff) und sein Superauto KITT.


Jeder, der sich diese Serie (gern auch Jahrzehnte später) zu Gemüte führt, wollte solch ein Auto wie den Knight Industries 2000. Abgesehen von all den Spielereien und den damit verbundenen Möglichkeiten sah KITT nämlich auch noch verdammt cool aus. Was aber vor allem (unbewusst) überzeugte, war, dass man in jeder Folge sehen konnte, wie solch ein cooler Wagen in der Realität funktionieren würde. Science Fiction zum Beispiel im Weltall ist speziell und Science Fiction in der Medizin ist speziell. Science Fiction in der Gegenwart, mitten auf der Straße und in der Stadt dagegen spricht irgendwie jeden Normalo und damit jeden Zuschauer an. Mit extremer Geschwindigkeit lange Strecken in Kürze zurücklegen, nicht selbst fahren müssen oder gar allerhand Informationen jederzeit abrufbar zu haben (z.B. in Form eines integrierten Geldautomats) und dabei auch noch eine intelligente Maschine zum Plauschen zu haben, ist einfach eine traumhafte Vorstellung. Am Ende konnte der Wagen ja sogar auf dem Wasser fahren (schwimmen) und geklaut werden oder kaputt gehen konnte er auch nie… da werden Autoträume wahr und besonders in Mitten der 80er Jahre, wo die Technik noch längst nicht so weit war wie heute, waren all diese Funktionen nicht nur futuristisch sondern ein absoluter Segen.

Knight Rider (80er-Jahre-Serie)
KITT kann viel - auch mal springen!

Die Idee hinter dieser Serie und der geschaffene Background mit einer Institution, welche die Möglichkeiten und Finanzen zur Unterstützung im Kampf gegen das Unrecht besaß, war also nicht nur umfassend sondern auch durchaus ausgereift. Auch der (vor allem bei uns in Deutschland) beliebte Seriendarsteller David Hasselhoff, der vor allem durch „Knight Rider“ seinen Kultstatus erhielt, war eine gute Wahl. Mit all den Spielereien und Möglichkeiten sowie seinem Schlag bei Frauen wirkte er ein bisschen wie James Bond und war doch zeitgemäßer und bodenständiger, weshalb man als Zuschauer direkt einen Bezug zu Michael Knight aufbauen konnte. Das Zusammenspiel eines solch bodenständigen Charakters und einem nüchtern aber freundlich agierenden künstlichen Wesens komplettierte dabei das Gesamtbild.

Natürlich war „Knight Rider“ nicht in allen Belangen perfekt. Zu oft sah man, wie der Wagen ohne sichtbaren Fahrer fuhr. Da sah man, wie der Fahrersitz plötzlich Arme bekam, wenn KITT vermeintlich allein zu seinem Besitzer fuhr und auch die Darstellung futuristischer Gegenstände und Methoden war recht simpel gehalten. Aber all das konnte man eben dem Zeitgeist und ggf. auch dem Budget zuordnen und somit war all das damals eben irgendwie realistisch und heute Kult. Teilweise waren die Fälle des fahrenden Duos sowie die Nebendarsteller und das gezeigte Zwischenmenschliche etwas zu simpel ob der Möglichkeiten, die mit solch einer Hintergrundgeschichte dagewesen wären. Auch die technische Weiterentwicklung von KITT (ab Staffel 4) kam möglicherweise etwas zu spät, denn irgendwie verlor die Serie dann an Einschaltquoten, was in der US-TV-Landschaft bekanntlich einem Todesstoß gleichkommt.

Knight Rider (80er-Jahre-Serie)
Der fiese Garth Knight (David Hasselhoff in einer Doppelrolle)...

Dennoch war die Fanbase damals wie heute groß, was man bereits zu Ausstrahlungszeiten merkte, als die Rolle von KITTs Mechanikerin nach einem Wechsel in der zweiten Staffel durch Fan-Proteste wieder zur Originalbesetzung in der dritten Staffel führte. Zudem konnte die Serie hier in Deutschland auch dank der äußerst gelungenen Synchronisation den einen oder anderen Zuschauer zusätzlich überzeugen und als im Jahr 1991 der Film „Knight Rider 2000“ anlief (der eigentlich als Auftakt für eine Neuauflage der Serie gedacht war), wurde klar – der Hype lebt weiter. Ende der 90er Jahre kam dann noch mit „Team Knight Rider“ der erneute Versuch, den Kult wiederzubeleben und 2008 durfte der Sohn von Michael Knight ans Steuer eines neuen, top ausgerüsteten Wagens, doch nach einer Staffel war bereits Ende. Die Begründung dürfte auf der Hand liegen – der heutige Zeitgeist ist mit Sci-Fi in der eigenen Realität bereits überladen und ist deshalb irgendwie nichts Besonderes mehr. Doch die Macher und die Fanbase geben nicht auf und auch wir sind daher gespannt, wann der nächste Versuch folgen wird…

Knight Rider (80er-Jahre-Serie)


  • Der deutsche Hörspielverlag "Europa" vertonte 26 Folgen der Kult-Serie. Die gleichen Geschichten wurden mit den selben Synchronsprechern noch einmal neu aufgenommen.
  • Im Originalton wird das Intro von Richard Basehart gesprochen, welcher in der Pilotfolge auch den Millionär Wilton Knight verkörperte. In der deutschen Fassung wird das Intro von Christian Günther gesprochen, der in den Hörspielen auch die Erzählerstimme gab.
  • Das Auto KITT wurde im Original von William Daniels gesprochen, dieser war einst jahrelang Präsident der amerikanischen Schauspielergewerkschaft. Daniels war u.a. in der Scrubs-Folge 21 der ersten Staffel als einer von vier Ärzten zu sehen, die als Patienten in einem Vierbettzimmer lagen. Im Deutschen vertonte Gottfried Kramer (Oskar aus der "Sesamstraße") das Wunderauto.

Knight Rider (80er-Jahre-Serie)

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Fakten
Originaltitel:
Knight Rider
 
Produktionsjahr:
1982 - 1986
 
Genre:
Action / Krimi / Science-Fiction
 
Laufzeit/Folge:
45 min
 
Diese Serie wurde bewertet von:
Conway(75%)
 
Texte:
Conway
 
Diese Serie bei Wikipedia


 


Synchronsprecher

SchauspielerSynchronsprecher
William DanielsGottfried Kramer
David HasselhoffAndreas von der Meden
Edward MulhareHans Sievers

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TV-Termine

DatumUhrzeitSender
03.10.2021 11:40 NITRO
02.10.2021 18:25 NITRO
²) Sendezeiten bis 05:00 Uhr sind in der Nacht zum Folgetag.
» Alle TV-Termine anzeigen


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