Cineclub Cineclub Facebook Twitter
Cineclub - Kino und mehr

leer Thunder Force


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
**** **** *** **** **** - ** **** 75%
 

 
Als Lydia (Melissa McCarthy) ihre ehemals beste Freundin Emily (Octavia Spencer) nach Jahren wiedertrifft, ahnt sie nicht, dass die beiden schon bald in schicken Anzügen Chicago vor dem King (Bobby Cannavale) und Laser (Pom Klementieff) beschützen müssen. Comic-Action mit Frauen-Power, die zwar von ihren Hauptdarstellerinnen lebt, sich aber auch mehr als einmal in McCarthy-typischen Dialogen verzettelt

Thunder Force


Die Erde wird von bösen Mutanten bedroht. Ganz besonders Chicago, wo Emilys Eltern einem Angriff zum Opfer fallen. Nun liegt es an der 11jährigen, schnellstens ihren Schulabschluss zu machen, um dann die Arbeit ihrer Eltern fortzuführen, die kurz vor einem bahnbrechenden Durchbruch in der Genetik standen und selbst Superhelden erschaffen wollten. Doch erstmal muss der Teenager die High School überstehen, wobei glücklicherweise die neue Freundin Lydia hilft. Doch ausgerechnet am Tage ihrer Abschlussprüfung entzweien sich die beiden und haben über Jahre keinen Kontakt.

Sehr viel später fristet Lydia (Melissa McCarthy) ein trostloses Leben als Gabelstaplerfahrerin, während Chicago noch immer von den Mutanten tyrannisiert wird – allen voran von Laser (Pom Klementieff), die mit ihren Energiekugeln sogar auf Engelsfiguren vor Kirchen schießt. Als sich ein Klassentreffen anbahnt, fasst sich Lydia ein Herz und nimmt Kontakt zu Emily (Octavia Spencer) auf, die die ehemalige Freundin überraschender Weise zu sich ins Büro-Labor kommen lässt. Dort staunt Lydia nicht schlecht – und befindet sich unverhofft mitten in einer Verwandlung zur Superheldin, weil sie anstelle von Emily die erste Injektion für die Super-Stärke abbekommen hat.

Thunder Force

Obwohl eigentlich nicht so geplant, macht Emily das beste aus der Situation und trainiert ihre Freundin, während ihr selbst die zweite Superkraft, Unsichtbarkeit, bleibt. Unterstützt werden die beiden von der Ex-CIA-Agentin Allie (Melissa Leo) und Emilys Tocher Tracy (Taylor Mosby). Und die Zeit drängt, denn der fiese King (Bobby Cannavale) will sich mit Hilfe von Laser und der Krabbe (Jason Bateman) zum Bürgermeister von Chicago aufschwingen.

Thunder Force


Ben Falcones Action-Comic-Verfilmung wartet mit geballter Frauen-Power auf. Wie schon bei Paul Feigs 2016er Neuauflage der Ghostbusters sind auch hier die typischen Geschlechter-Rollen vertauscht. Es gibt den hübschen Assistenten, jede Menge Prügelknaben und zwei mehr oder weniger blasse Bösewicht-Männer, die sich von Melissa McCarthy und Octavia Spencer an die Wand spielen lassen. Während die eine mal wieder besonders viel mit ihren Augen arbeitet, driftet die andere in den gewohnten Humor der von ihr typischerweise verkörperten Looser-Figuren ab, wobei sich die Dialogregie ein ums andere Mal verzettelt hat. Hier wäre etwas weniger eindeutig mehr gewesen.

Der Fokussierung auf die beiden Hauptfiguren ist leider auch Tyrel Jackson Williams zum Opfer gefallen, der als Assistent von Emily einen guten Start hat und dann aber einfach verschwindet. So erfährt man weder, ob er Gefühle für Emilys Tochter entwickelt, noch ob die Besetzung der Figur mit dem Leo-Dooley-Darsteller aus S3 einen möglichen Cross-Over andeuten sollte.

Thunder Force

Regissuer Ben Falcone, der auch das Drehbuch schrieb, ist größtenteils auf Nummer sicher gegangen. Während er gerade in der ersten Filmhälfte den Comic-Stil filmisch umsetzt, vermisst man solche Kreativität im weiteren Filmverlauf - immerhin gibt es einen kleinen Nachschlag im Abspann. Die Geschichte selbst ist bis in die Details ziemlich vorhersehbar. So kommt der Musikauswahl fast schon der größte Überraschungseffekt zu.

Mit Bobby Cannavale, dessen Figur des Kings seine Opfer zu Tode drückt, und Jason Bateman, der Krabbenhände hat und ansonsten eigentlich nicht viel macht, sind zwei der Gegenspieler leidlich gut besetzt. Für einen richtig überzeugenden Endkampf reicht es dann aber doch nicht wirklich. Obwohl recht aufwändig produziert, können viele Effekte, wie z. B. die Unsichtbarkeit von Emily, nicht vollständig überzeugen. Für einen unterhaltsamen Filmabend reicht es aber allemal.

Thunder Force

Thunder Force
Für Bilder 1,2,4,6 gilt:
NETFLIX © 2021

Für Bilder 2 und 5 gilt:
HOPPER STONE/NETFLIX © 2021

Thunder Force

Jetzt thunder force (sofern schon verfügbar) auf DVD übers Internet ausleihen
oder die DVD bei momox.de verkaufen.




 

 

Fakten
Originaltitel:
Thunder Force
 
Netflix-Premiere am:
09.04.2021
 
Genre:
Comic-Action / Komödie
 
Regie:
Ben Falcone
 
Dieser Film wurde bewertet von:
RS (79%) & Frank (71%)
 
Texte:
RS
 
Diesen Film bewerten! 
 




Newsletter: So wird keine neue Kritik verpasst!

[Film bewerten]

zurück zum Filmarchiv
zurück zur Wertungsübersicht
zurück zur Cineclub-Homepage

© 2020 Cineclub, Bochum für alle Texte, die Rechte an den Bildern liegen beim jeweiligen Filmverleih.