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leer Saw: Spiral


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Mit „Saw Spiral“ geht die Franchise in die mittlerweile neunte Runde. Und vielleicht sollte man ein zu Tode gerittenes Pferd auch endlich begraben lassen und nicht noch zu weiteren Runden antreiben.

Saw: Spiral (Teil 9 der Reihe)


Auf einer Parade zum 4. Juli verfolgt der Polizist Boswick (Dan Petronijevic) einen Taschendieb in die Kanalisation. Dort wird er niedergeschlagen und wacht in einer Jigsaw-typischen Falle auf. Auf einem Fernseher wird ihm erklärt, dass er die Wahl hat: Entweder er springt von dem Schemel, auf dem er steht, und reißt sich die Zunge raus, oder er wird von einem Zug überfahren... Er schafft es nicht, sich in der vorgegebenen Zeit zu befreien, und im Grunde passiert schließlich beides gleichzeitig.

Zwischenzeitlich wird auf dem Polizeirevier dem Polizisten Banks (Chris Rock) aufgrund seines rebellischen Verhaltens ein neuer Partner zugewiesen: Der frisch von der Polizeischule kommende William Schenk (Max Minghella). Sie werden in den U-Bahn-Schacht gerufen, um die Ermittlungen zum Mord an Boswick aufzunehmen.

Saw: Spiral (Teil 9 der Reihe)
Nach dem Mord an einem Polizisten nehmen Detective Banks (Chris Rock) und sein frisch von der Polizeischule kommende Partner Schenk (Max Minghella) die Ermittlungen auf.

In der Zwischenzeit wird erneut ein Polizist überwältigt und wacht in einer Falle auf. Auch hier läuft auf einem Fernseher die Anweisung und er hat "die Wahl", sich selbst zu verstümmeln, oder er wird umgebracht.

Dieses Muster wiederholt sich bis zu dem wenig überraschenden Ende (das aus Spoilergründen aber dennoch nicht genannt wird).


Regisseur Darren Lynn Bousman hat hier, unter Mithilfe von Ur-"Saw"-Regisseur James Wan also eine erneute Fortsetzung einer Horrorfilmreihe abgedreht, die maßgeblich das Subgenre der Torture-Porn-Filme beeinflusst hat.

Saw: Spiral (Teil 9 der Reihe)
Lust auf ein bisschen Torture-Porn-Horror?

War Teil 1 noch eine kritische Betrachtung moralischer Fragestellungen und die Fallen eher Mittel zum Zweck, rückte in den folgenden Filmen die Folter immer weiter in den Mittelpunkt und stellte die eigentliche Handlung ins Abseits bzw. kehrte die Motivationen um:

Waren zunächst die moralischen Fragestellungen Grundgerüst für die Fallen, wurden später die Fallen das Grundgerüst der moralischen Verfehlungen. Und damit auch immer wichtiger. Was sehr schade ist, denn dadurch verkam die "Saw"-Franchise zu einer Reihe von Filmen, die man am liebsten vorgespult hätte, nur um zu sehen, welche perfiden Ideen als nächstes kommen.

Saw: Spiral (Teil 9 der Reihe)
Chris 'Overacting' Rock sollte vielleicht doch wieder als Stand Up Comedian arbeiten.

Somit reduzierte sich der interessante Anteil eines 90-Minuten-Films auf 30. Und "Saw: Spiral" bildete auch keine Ausnahme. Die langweilige und vorhersehbare Storyline wird auch nicht durch Chris Rock aufgebessert, der in seinem Schauspiel immer haarscharf am Overacting vorbeischrammt.

Aber auch die anderen Schauspieler:innen bieten keine wirklich bleibenden Erinnerungen. Selbst ein Schwergewicht wie Samuel L. Jackson kann die ihm gebotene Screenzeit nicht nutzen, um nachhaltig zu wirken.

Wenn dann der Abspann läuft, ist wohl die größte Folter das Wissen, dass es auch noch einen 10. Teil geben soll.

Saw: Spiral (Teil 9 der Reihe)
Samuel L. Jackson kann diesen neunten Saw-Teil leider auch nicht besser machen.

Saw: Spiral (Teil 9 der Reihe)

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Fakten
Originaltitel:
Spiral: From the Book of Saw
 
deutscher Kinostart am:
16.09.2021
 
auf DVD/Blu-ray/VoD ab:
27.01.2022
 
Genre:
Horror / Kriminalthriller
 
Regie:
Darren Lynn Bousman
 
Länge:
ca. 93 Minuten
 
FSK der Kinofassung:
ab 18/Keine Jugendfreigabe
 
Kinoverleih:
Studiocanal
 
Dieser Film wurde bewertet von:
AL(37%)
 
Texte:
AL
 
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