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leer One last Call


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
** * ** * *** - * * 28%
 

 
Lin „Insidious“ Shaye und Tobin „Jigsaw“ Bell gemeinsam in einem Film. Die Erwartungen sind da hoch.

One last Call (The Call)


Chris (Chester Rushing) zieht Ende der 80er Jahre mit seiner Mutter nach deren Trennung in die Kleinstadt Willow Falls. Hier findet er schnell Anschluss an seine Mitschülerin Tonya (Erin Sanders) die ihn mit den Brüdern Brett (Sloane Morgan Siegel) und Zack (Mike Manning) bekannt macht.

Nach einem Rummelbesuch entscheidet die Clique, dem Haus der Eheleute Edith (Lin Shaye) und Edward (Tobin Bell) Cranston einen Besuch abzustatten. Tonya erzählt, dass Edith früher eine Kinderkrippe hatte und ihre kleine Schwester dort untergebracht war.

One last Call (The Call)
Tobin Bell und Lin Shaye als altes Ehepaar.

Eines Tages verschwand diese auf mysteriöse Art und Weise und Edith wurde dafür verantwortlich gemacht. Seit dieser Zeit hat sie den Ruf einer Hexe und die Clique fährt regelmäßig zu dem Anwesen, um das Ehepaar zu drangsalieren.

Dieses Mal haben sie sich entscheiden, die Fensterscheiben des Anwesens einzuschlagen. Edith erträgt die ständigen Anfeindungen nicht mehr und bringt sich um.

Edward lädt daraufhin die vier Freunde in das Anwesen und offenbart ihnen, dass Edith sie in ihrem Testament mit jeweils 100.000 Dollar bedacht hat. Einzige Bedingung ist, dass sie in einem Nebenraum eine Nummer anrufen und eine Minute am Telefon bleiben müssen.

Die Telefonnummer würde zu einem Telefon im Grab von Edith führen. Sie würde gerne ein letztes Mal aus dem Jenseits mit der Clique sprechen.

One last Call (The Call)
"Ihr müsst nur eine Minute lang telefonieren."


Wenn die Macher von "Final Destination" sich mit zwei aktuellen Horror-Ikonen zusammentun, was kann da noch schief gehen?

Leider eine Menge.

Regisseur Timothy Woodward Jr. hat den Film in das Jahr 1987 verlegt. Es stellt sich hier direkt die Frage: Wieso? Das Setting stimmt nicht, es gibt massig Logikfehler, die mit dem Jahrzehnt zu tun haben und bis auf den wirklich guten Soundtrack trägt absolut nichts zu der Stimmung der 1980er Jahre bzw. deren Filme bei.

Als nächstes ist die üble Synchronisation zu erwähnen. Lin Shaye und Tobin Bell haben ihr bereits aus anderen Filmen bekannten Synchronsprecher bekommen, wieso aber bei dem restlichen Cast so gespart wurde ist nicht erkennbar und zerstört unfassbar viel von der Immersion. So klingt z.B. die Mutter von Chris weit jünger als er und seine Freunde. Die restlichen Sprecher wirken völlig leblos und wie auswendig gelernt ein Weihnachtsgedicht vortragend.

One last Call (The Call)
Eine Clique, die es nicht besser weiß...

Dieser Absatz enthält Spoiler: Wenn nun die Clique jeweils mit Edith telefoniert, werden diese in einer Art Parallelwelt gezogen und durchleben ihre schlimmsten Albträume nochmal. Problem ist hier, dass die beiden Brüder das gleiche erlebt haben und daher diese Sequenz wiederholt wird.

Leider ist die ganze Storyentwicklung auch so vorhersehbar, dass der angedachte Plottwist in Bezug auf die verschwundene kleine Schwester nicht wirklich ein Twist ist, sondern von Anfang an vorhersehbar.

Einzig erträglich macht der Film die schauspielerische Leistung von Tobin Bell und Lin Shaye, wobei Bell aufpassen muss nicht in seine Jigsaw-Rolle standardmäßig zu verfallen, denn anstatt „Ihr müsst nur telefonieren“ hätte er auch problemlos „Lasst uns ein Spiel spielen“ sagen können.

One last Call (The Call)

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Fakten
Originaltitel:
The Call
 
auf DVD/Blu-ray/VoD ab:
17.06.2021
 
Genre:
Horror / Thriller
 
Regie:
Timothy Woodward Jr.
 
Dieser Film wurde bewertet von:
AL(28%)
 
Texte:
AL
 
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