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leer Dream Horse


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
**** **** *** *** **** - ** **** 68%
 

 
Das Pferd „Dream Alliance“ gibt Jan Vokes (Toni Collette) und ihrer walisischen Dorfgemeinschaft neuen Antrieb. Vorhersehbare Wohlfühlkomödie mit sympathischen Charakteren, gut aufgelegten Darstellern und in gelungenen Pferde-Renn-Kompositionen.

Dream Horse (mit Toni Collette)


Welchen Sinn hat das Leben für sie? Diese Frage stellt sich Jan Vokes (Toni Collette) seit einiger Zeit morgens beim Aufwachen, wenn sie zum Frühdienst in den Supermarkt eilt oder auch spät abends, wenn sie in der Dorfschenke zapft, damit sie und ihr arbeitsloser Mann Brian (Owen Teale) über die Runden kommen. Die Kinder sind längst erwachsen und von den Zeiten, in denen sie mit Hunde- und Taubenzucht Preise gewinnen konnte, bleiben nur die Urkunden, Medaillen und Zeitungsausschnitte an der Wand.

Dann hört sie eines Tages den neu hinzugezogenen Howard (Damian Lewis) in höchsten Tönen von seinen Erfolgen in der Pferderennzucht schwärmen. Spontan setzt sie sich das Ziel, es auch zu probieren. Denn mit Züchten kennt sich Jan schließlich aus. Obwohl zunächst die Finanzierung des Deckhengsts das größte Problem zu sein scheint, gelingt es ihr Howard und die Dorfgemeinschaft zu überzeugen, ein Syndikat zu gründen, in das jeder fortan 10 Pfund pro Monat einzahlt.

Dream Horse (mit Toni Collette)
Der neue Dorfbewohner Howard (Damien Lewis) schwärmt von seinen Erfolgen in der Pferderennzucht und bringt die Hauptfigur damit auf eine gute Idee.

Als das Fohlen der Hoffnung geboren wird, erhält es den Namen „Dream Alliance“. Und der Plan scheint aufzugehen. Dream entwickelt sich prächtig, überzeugt einen Trainer und darf sich schon bald bei einem Lokalrennen beweisen. Wie auf einer Schulklassenfahrt macht sich das ganze Syndikat auf den Weg zur Rennbahn, um Dream zu unterstützen. Dies geht eine Zeitlang gut. Dream läuft Rennen um Rennen, bis ihn eine Verletzung jäh stoppt. Dass Jan nun auf die Erschießung und die Versicherungssumme verzichtet und Dream eine zweite Chance geben möchte, stellt die Gemeinschaft des Syndikats auf eine große Probe.

Dream Horse (mit Toni Collette)
Mit dem Aufziehen von Tieren kennen sich Hauptfigur Jan Vokes (Toni Collette) und ihr Mann Brian (Owen Teale) nämlich ebenfalls gut aus.


„Dream Horse“ steht in guter Tradition europäischer Wohlfühlfilme, in denen eine Gruppe, die eigentlich nicht gewinnen kann, über sich hinauswächst und einen Wettbewerb für sich entscheidet. Dabei punktet Regisseur Euros Lyn zum einen damit, dass er die von Neil McKay voller sympathischer Eigenschaften skizzierten Charaktere voll zur Geltung bringt, während er zum anderen in den Pferderennszenen handwerklich sehr überzeugen kann. Musik, Kameraführung und Schnitt gleichen mit Leichtigkeit aus, dass der eigentliche Handlungsverlauf sehr vorhersehbar ist.

Neben der über allem schwebenden Toni Collette ist auch das restliche Ensemble passend besetzt, wobei man am Ende merkt, dass wohl vor allem auf eine optische Ähnlichkeit zwischen den echten Personen und ihren Filmmimen geachtet wurde. Besonders gute Momente haben Owen Teale als Jans Ehemann Brian, Joanna Page als Howards Frau Angela und Karl Johnson als Schnapsdrossel Kerby.

Dream Horse (mit Toni Collette)
Die Dorfgemeinschaft wächst wegen dem gemeinsamen Projekt vermehrt zusammen.

Kommen wir nun zu einem etwas kritischeren Punkt: Das Pferd „Dream Alliance“. Da wäre zunächst die wahre Geschichte dieses Pferdes. Der Film spart einen Großteil der medizinischen Behandlung aus und stellt es so dar, als ob das Pferd aus tiefstem inneren Willen Rennen laufen und gewinnen wollte. Besonders die Musik von Benjamin Woodgates weiß dieses Gefühl beim Comeback zu erzeugen, wenn die Klänge der Streicher im harmonischen Einklang mit den Beinen des Pferdes die Geschwindigkeit steigern. Da alle Szenen des Films natürlich in einem kurzen Zeitraum gedreht werden mussten, kamen für die Darstellung von „Dream Alliance“ mehrere Pferde zum Einsatz, die immerhin während der Dreharbeiten, trotz zahlreicher inszenierter Stürze, nicht schwerer zu Schaden kamen.

Die Kritik am sogenannten „Pferdesport“ findet sich bei „Dream Horse“ nur zwischen den Zeilen – aber sie ist unzweifelhaft vorhanden. In erster Linie möchte der Film aber natürlich die Geschichte seiner menschlichen Figuren erzählen und die Zuschauer unterhalten. Das gelingt auf der ganzen Linie.

Dream Horse (mit Toni Collette)

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Fakten
Originaltitel:
Dream Horse
 
deutscher Kinostart am:
12.08.2021
 
auf DVD/Blu-ray/VoD ab:
19.11.2021
 
Genre:
Komödie / Drama
 
Regie:
Euros Lyn
 
Länge:
ca. 112 Minuten
 
FSK der Kinofassung:
ab 6 freigegeben
 
Kinoverleih:
Weltkino
 
Dieser Film wurde bewertet von:
Frank (57%) & RS (80%)
 
Texte:
RS
 
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