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leer Trauma Center


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
*** ** **** *** *** - - ** 53%
 

 
Madison Taylor (Nicky Whelan) steckt nach einer Schussverletzung eine Patrone im Bein, die den Schützen, einen Polizisten im Drogendezernat, identifizieren könnte. Also macht dieser mit seinem Kumpanen Jagd auf Madison, die Lt. Steve Wakes (Bruce Willis) in der ungenutzten Quarantäne-Station des Krankenhauses versteckt hat. 0-8-15-Thriller, der zwar bisweilen optisch hochwertig wirkt, aber einem unterirdischen Drehbuch folgt.

Trauma Center (mit Nicky Whelan und Bruce Willis)
Madison (Nicky Whelan) hat gerade ihre Schwester ins Krankenhaus gebracht.


Was ist das nur für ein gebrauchter Tag. Erst muss Madison (Nicky Whelan) ihre Schwester Emily (Catherine Davis) wegen eines Asthma-Anfalls ins Krankenhaus bringen, wo sie selbst sofort wieder mit ihrer Krankenhausangst konfrontiert wird, die sie seit dem Tod ihrer Mutter immer wieder heimsucht. Dann wird sie Zeuge eines Mordes und selbst angeschossen. Und weil die Patrone nun in ihrem Bein steckt, muss auch sie über Nacht im Krankenhaus bleiben. Dass der bemühte Lt. Steve Wakes (Bruce Willis) sie ausgerechnet im total ausgestorbenen Quarantäne-Trakt der Klinik unterbringt, trägt ebenso wenig zu ihrer Beruhigung bei, wie der Polizist, der vor ihrer Zimmertür wacht.

Trauma Center (mit Nicky Whelan und Bruce Willis)
Lange vor Corona ist die Quarantäne-Station völlig menschenleer.

Und die Vorahnungen sind nicht unbegründet. Die Kugel in ihrem Bein, stammt aus der Dienstwaffe eines Polizisten des Drogendezernats (Tito Ortiz), der nur Pierce genannt wird und nun mit seinem Partner Tull (Texas Battle) Jagd auf Madison macht. Dabei haben die beiden Gangster zwei entscheidende Vorteile: Zum einen sind sie Polizisten, so dass ihnen im Krankenhaus jeder glaubt, als sie Madison als gefährliche Täterin darstellen. Zum anderen locken sie Wakes an einen anderen Tatort, wo zwei Partner ihn ausschalten sollen. Doch natürlich haben sie diese Rechnung ohne Paul Da Silva (den Drehbuchautor dieses Films) gemacht. Denn Bruce Willis ist nicht nur kugelsicher, sondern natürlich auch ein äußerst begnadeter Schütze.

Trauma Center (mit Nicky Whelan und Bruce Willis)
Wakes (Bruce Willis) ist am falschen Tatort.


Was wäre der Film nur ohne Bruce Willis? Vermutlich auch nicht wesentlich schlechter als ohnehin schon. Immerhin versucht Manfred Lehmann bei der Synchronisation, dem schwachen Drehbuch immerhin in seinen wenigen Dialogzeilen noch etwas Humor abzuringen. Auf der anderen Seite der Handlung sind zwei strohdoofe Gangster, die eher in die weihnachtlichen Kevin-Filme gehörten als in einen halbwegs ernsthaften Thriller, und natürlich die überaus bemühte Nicky Whelan, der man ein gewisses Talent nicht abstreiten kann. Zumindest hat sie schon mindestens einmal „Stirb langsam“ gesehen. Dass dann auch noch versucht wurde, fehlende Kreativität im Drehbuch durch eine überflüssige Selbstbehandlungsszene auszugleichen, kostet „Trauma Center“ weitere Punkte in der Bewertung

Trauma Center (mit Nicky Whelan und Bruce Willis)
Von der ersten Szene an ist klar: Diese beiden Gangster haben einen Informanten ausgeschaltet.

Immer wieder deutet Matt Eskandari filmische Elemente an, die dann nicht zur Geltung kommen: Hier ein Spiegel, da ein Vorhang, dort eine Tür mit Glasfenster – jede Menge Potential, dass dann doch wertlos verpufft. Wer dann darauf hofft, dass es am Ende des Films noch irgendeine Wendung gibt, liegt falsch. Die Bösen sind die Bösen, so wie man es in der ersten Szene, im Trailer und im Menu der DVD sieht und das wars.

Trauma Center (mit Nicky Whelan und Bruce Willis)

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Fakten
Originaltitel:
Trauma Center
 
auf DVD/Blu-ray/VoD ab:
10.12.2020
 
Genre:
Thriller
 
Regie:
Matt Eskandari
 
Dieser Film wurde bewertet von:
RS(53%)
 
Texte:
RS
 
Vertrieb (für Heimkino):
EuroVideo

FSK der Heimkino-Fassung:
ab 16 freigegeben
 
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