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leer The Raid


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
***** * *** ***** *** - ** ***** 76%
 

 
Harter Schlagabtausch zwischen einer Sondereinheit der Polizei und brutalen Schwerstkriminellen in Jakarta... oder anders: Kriegseinsatz im Hochhaus und der Zuschauer ist mittendrin! Gelungener Independent-Action, der mit vemeintlich wenig viel schafft.

The Raid: Redemption


Ein SWAT-Team, gespickt mit blutigen Anfängern, bereitet sich auf die Erstürmung eines von Gangstern kontrolliertes Hochhaus in den Slums von Jakarta vor. Angeleitet von Profi Jaka (Joe Taslim) ahnt die zwanzigköpfige Polizeieinheit jedoch nicht, was da an Gewalt auf sie zukommen wird. Auslöser für jenen Einsatz ist Ermittler Wahu (Pierre Gruno), der hier einen Alleingang vollzieht und damit alle Beteiligten in Lebensgefahr bringt. Wahu hat seine eigenen Gründe für diesen brutalen Einsatz und schon bald bezahlen beinahe alle Beteiligten mit ihrem Leben.

Denn Unterweltboss Tama (Ray Sahetapy) hat mit diesem SWAT-Überfall schon gerechnet und schickt nicht nur seine Handlanger Ari (Ananda George) und Mad Dog (Yayan Ruhian) voran, sondern lässt auch alle Kriminellen in jenem Hochhaus von der Leine und so beginnt ein Gemetzel, welches das Gebäude zum Erschüttern bringt. Am Ende ist nur noch die Frage, wer diese Odyssee überleben kann - SWAT-Miglied Rama (Iko Uwais) jedenfalls weiß sich zu wehren und dabei helfen ihm nicht nur sein Glaube und der Gedanke an seine hochschwangere Frau. Auch seine Kampfkunst und sein unbändiger Wille, das Richtige zu tun halten ihn am Leben...

The Raid: Redemption
Die SWAT-Einheit kämpft alsbald um ihr eigenes Leben.


Dieser Idependentfilm aus Indoniesen hat die Actionfilmwelt vor Jahren ordentlich aufgewirbelt. Die hier gezeigte Gewalt kommt in seiner Umsetzung einem Galadinner gleich. Dabei sind die Teller aber nicht gefüllt mit winzigen Häppchen, die zwar hübsch aussehen aber nicht satt machen. Nein. Hier gibt es Steaks bis zum Umfallen, viel Soße und alles, was das gefräßige Herz begehrt - aber eben alles extrem gut hergerichtet und serviert.

Das Team um den Waliser Gareth Evans, welcher das Drehbuch verfasste und die Regie führte, schafft es, den Zuschauer auf eine Weise mitzunehmen, als wäre man direkt dabei. Die Kamera wackelt im richtigen Moment und ist Szenen, wo die Gewalt ruht und die Spannung herangezogen wird, immer ganz nah an den Hauptfiguren dran. Schweres Atmen, Licht und Schatten, die sinnvoll eingesetzt werden, Schmerzensschreie von irgendwo her und vorübergehende Taubheit mit dem schönen Tinitusgeräusch schaffen eine Szenerie, aus der man nur schwer herauskommt - eben so, wie die Einsatzkräfte aus dem Hochhaus.

The Raid: Redemption
SWAT-Miglied Rama (Iko Uwais) wird bald zur Ein-Mann-Armee.

Die Gewalt ist so schneidend wie die sinnbildlichen Küchenmesser, die für jenes sinnbildliche Galadinner eingesetzt wurden und die Nahkampfszenen machen das sogenannte "Gun Fu"-Genre salonfähig - noch bevor die John Wick Filme in 2014 ihren Mainstream-Anfang nahmen. Und am Ende gibt es noch einige Offenbarungen, welche klar machen, dass mehr hinter allem steckt und das ein zweiter Teil (drei Jahre später) eben nur eine Frage der Zeit war. Ein Film also, den man gesehen haben muss - vor allem, wenn man neben all den Hollywood-"Gun Fu"-Filets auch mal ein saftiges und blutiges Genre-Steak will.


  • Mit Musik von Mike Shioda (Linkin Park)
  • The Raid: Redemption
    Gangsterboss Tama (Ray Sahetapy) und Sonderermittler Wahu (Pierre Gruno)

    The Raid: Redemption
    für alle Bilder gilt:
    © Plaion Pictures (einst "Koch Media")

    The Raid: Redemption

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    Fakten
    Originaltitel:
    Serbuan maut
     
    deutscher Kinostart am:
    12.07.2012
     
    Genre:
    Action / Gun Fu
     
    Regie:
    Gareth Evans
     
    Länge:
    ca. 90 Minuten
     
    FSK der Kinofassung:
    ab 18/Keine Jugendfreigabe
     
    Kinoverleih:
    Koch Media
     
    Dieser Film wurde bewertet von:
    Conway(76%)
     
    Texte:
    Conway
     
    Bilder wurden bereitgestellt von:
    Plaion Pictures
     
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