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leer How to Rob a Bank


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
***** ** *** * *** * *** **** 67%
 

 
Eigentlich wollte Jinx (Nick Stahl) nur 20 Mäuse abheben. Doch dann gerät er mitten hinein in einen Banküberfall und wird mit der Hackerin Jessica (Erika Christensen) im Safe eingeschlossen. Eigenwilliges Kammerspiel, das mit Kamera und Schnitt punktet und auf eine leicht erschreckende Art nostalgisch wirkt.

How to Rob a Bank


Warum verstehen die Leute nicht, in welcher Lage Jinx (Nick Stahl) steckt? Vielleicht, weil er es selbst kaum begreifen kann. Er steckt in einem kleinen, immerhin gut belüfteten, Raum inmitten der größten Bank der Stadt: Im Schließfachsafe. Und mit ihm gefangen ist Jessica (Erika Christensen), aktuell an einen Stuhl gefesselt und mit Klebeband fixiert. Am Telefon sind abwechselnd Simon (Gavin Rossdale), dessen Bankraub gerade mächtig schief geht, und Officer DeGepse (Terry Crews), der mit der Situation völlig überfordert ist. Jinx, der eigentlich nur 20 Dollar abheben wollte, bleibt nichts anderes übrig, als herauszufinden, was hier eigentlich los ist und wie er möglichst unbeschadet aus der Situation wieder herauskommt.

Zwei Dinge werden dabei relativ schnell klar: Zum einen wurde der Safe durch einen Alarm verriegelt und kann nur von innen wieder entriegelt werden. Zum anderen muss es hinter der Sache einen Drahtzieher geben, denn ansonsten wäre Jessica nicht im Besitz der Zugangscodes für den Schließfachcomputer. Als schließlich Nick (David Carradine) anruft, werden die Karten plötzlich noch einmal neu gemischt.

How to Rob a Bank


“How to Rob a Bank” ist ein Kammerspiel, bei dem sich die Handlung fast ausschließlich in der Beengtheit des kleinen Safe-Innenraums abspielt. Hierdurch lastet die Handlung vor allem auf den Schultern von Nick Stahl und Erika Christensen, die beide eine solide Leistung abliefern und dabei zudem von der oft drehenden Kamera unterstützt werden.

Der Plot des Bankraubs an sich, der noch aus der Zeit von vor dem Sarbanes-Oxley Act (2002) zu stammen scheint, wirkt ebenso leicht angestaubt, wie die Nokia-Klapphandys, mit denen telefoniert wird, oder der Schließfachcomputer mit seiner animierten Grafik. Zum Glück schadet dies weder dem Handlungsablauf noch konnte es die Wirksamkeit von wohldosierten filmischen Mitteln, wie dem Split-Screen in der Konferenzschaltung, schmälern.

How to Rob a Bank

Regisseur und Drehbuchautor Andrews Jenkins hat seinen Film nach den 10 Regeln für einen gelungenen Bankraub gegliedert und steigt recht unkonventionell nach einer kurzen Einleitung aus dem Off mitten in eine Szene ein, die erstmal keinen Sinn ergibt. Wie eine Zwiebel enthüllt sich langsam Schicht für Schicht der Zusammenhang, wobei vor allem die Psychologie der Hauptfigur Jinx der treibende Faktor ist. Gleich mehrfach wird der Film seiner Regel „Rechne mit allem“ gerecht, wenn immer wieder neue Aspekte eingebracht werden.

Auch wenn es hier um einen Bankraub geht und (vermeintlich) ein Dieb einen anderen austrickst, fehlen die meisten der typischen Heist-Elemente. Es ist also mehr ein psychologisches Thriller-Drama, das vor allem auf den letzten Metern noch einmal Gas gibt und tatsächlich einen Weg aus dem Tresor und aus der Bank heraus aufzeigt.

How to Rob a Bank

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Ein Mann namens Otto
 

 

Fakten
Originaltitel:
How to Rob a Bank
 
auf DVD/Blu-ray ab:
19.06.2008
 
Genre:
Thriller / Drama
 
Regie:
Andrews Jenkins
 
Dieser Film wurde bewertet von:
RS(67%)
 
Texte:
RS
 
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