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Freitag, den 10.07.2020

Reality Check Hollywood – wie realistisch sind Blockbuster wirklich?

In einem Film geht es primär darum, die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu fesseln. Je nach Genre ist es jedoch genauso wichtig, realistisch zu bleiben – die viel beachtete Verleihung der goldenen Himbeere etwa sorgt Jahr für Jahr dafür, dass kleine Pannen, Regiefehler und andere Schwächen in Filmen ans Licht kommen. Schlechte Rezensionen und leere Kinosäle, sind ein Alptraum für die Produzenten und alle Mitwirkenden. Doch gibt es auch Streifen, die so echt wirken, dass sie die Zuschauer stark beeindrucken: Wir sind der Sache nachgegangen und haben fünf Filme herausgesucht, welche durch ihren Realismus überraschen.

Daniel Craig in Casino Royale
James Bond (Daniel Craig) bei einem Pokerspiel im Casino Royale.
  • James Bond 007 – Casino Royale (2006)
Unsere Liste fängt an mit einem Film der „James Bond“-Reihe, denn in diesen herrscht an gut inszenierten Sequenzen kein Mangel. „Casino Royale“ hat mit seiner halbstündigen Texas Hold’em Poker-Szene Filmgeschichte geschrieben. Allerdings auf recht realistische Art und Weise. Denn wie hier gepokert wurde, zeigt, dass einerseits Glück beim Ausgeben der Karten, andererseits dennoch eine echte Strategie und auch die Fähigkeit, zu Bluffen von Bedeutung sind.

Zugegebenermaßen – derart hohe Poker-Einsätze sind selten anzutreffen. James Bond lässt sich dazu hinreißen, einen Millionenbetrag aufs Spiel zu setzen. Trotzdem ist die Spielsituation im Ganzen absolut plausibel aufgebaut. Selbst die Tatsache, dass Bond mit einem Royal Flush gewinnt, überzeugt. Es handelt sich dabei um die höchstmögliche Hand, die beim Texas Hold’em zwar sehr selten vorkommt, aber auch in vier verschiedenen Kombinationen möglich ist.

Fazit: Casino-Film gucken und davon inspirieren lassen! Denn anschließend lässt sich entspannt von der Couch aus selbst mit Freunden eine spannende Partie Poker oder auch online um echtes Geld spielen. Erfahrungen sammelt man am besten im MrGreen Casino, um selbst den ganz großen Coup zu landen – vielleicht ebenfalls mit einem Royal Flush?

  • Der große Crash – Margin Call (2011)
Die Finanzkrise 2007 des US-Immobilienmarktes ist der Ausgangspunkt dieses Films. Kurz vor dessen Ausbruch versuchten Mitarbeiter einer Bank, faule verbriefte Immobilienkredite von heute auf morgen loszuwerden. Auf dem sogenannten Subprime-Markt platzte schließlich die kreditfinanzierte Blase auf dem Immobilienmarkt.

Dieser Streifen verdeutlicht ziemlich wirklichkeitsnah, wie sich in wenigen Augenblicken eine Krise mit fataler Dynamik zuspitzen kann. Jeder Einzelne versucht, nur noch seine Haut zu retten – die unheilvolle Logik von Finanzmarktkrisen in der Realität.

Fazit: Das Motto des CEO der Bank, die die faulen Wertpapiere besaß, ist bestimmt nicht surreal. Eventuell kommt es ja sogar dem ein oder anderen Investmentbanker bekannt vor. Es lautete: „Wer in diesem Business überleben möchte, muss schlauer und schneller als alle anderen sein oder bereit sein, zu betrügen.“

  • Der Marsianer (2015)
Im Blockbuster „Der Marsianer“ kämpft ein zurückgelassener Astronaut ums Überleben. Hier stellt sich wahrscheinlich jeder Zuschauer die Frage: hat der Marsianer tatsächlich eine Überlebenschance?

Ein Astronaut bleibt im Film „Der Marsianer - Rettet Mark Watney“ auf dem Roten Planeten zurück. Watney beginnt, den kalten Marsboden zu bestellen – ein durchaus mögliches Szenario. Die Landschaften sind denen der Erde ähnlich. Außerdem entdeckte die NASA Hinweise auf flüssiges Wasser. Regisseur Ridley Scott legt nach eigener Aussage großen Wert auf die Nähe der Darstellung zur Wirklichkeit. So sind auch die Stürme, die immer wieder im Film zu sehen sind, auf dem Mars nicht ungewöhnlich. Allerdings ist der Druck der Atmosphäre auf dem Mars so gering, dass deren Wirkung weitaus weniger stark sein sollten.

Fazit: Der Mars gilt nach dem Mond als das nächste große Ziel der bemannten Raumfahrt. Allerdings ist die Reise dorthin lang – außerdem ist die kosmische Strahlung dort eine große Gefahr für Leib und Leben. Dieses Risiko wird nicht weiter thematisiert. Der Film übertreibt zwar gelegentlich und ignoriert eine Gefahr - darf aber trotzdem als wissenschaftlich solide recherchiert gelten.

Mars
Bild von WikiImages auf Pixabay


  • The Revenant - Der Rückkehrer (2015)
„The Revenant - Der Rückkehrer“ ist ein Survival-Epos, das seine Zuschauer auf jeden Fall nicht kalt lässt. Den Reiz des Films macht neben der aufregenden und schnellen Geschichte vor allem die außergewöhnliche Kameraführung aus. So hat der Zuschauer nicht das Gefühl eines außenstehenden Beobachters, sondern fühlt sich selbst wie in einem Überlebenskampf. Die Stärke des Films besteht gerade darin, die Echtheit der Situation wiederzugeben.

Fazit: Fairerweise muss man zugeben, dass dieser Film in Sachen Realismus einen Vorteil hat – er basiert auf einer wahren Geschichte. Trotz seiner hochkarätigen Besetzung und des hohen Produktionsbudgets ist es kein klassischer Hollywood-Film. Er ist außergewöhnlich, aber nicht überproduziert und schafft so eine realistische Atmosphäre.

  • HEAT (1995)
Hollywood ist bekannt für seine falsche und übertriebene Darstellung, wenn es um Szenen einer Schießerei geht. Diese reicht von unerklärlicher körperlicher Unzerstörbarkeit bis hin zu der scheinbar unendlichen Magazinkapazität in der Waffe eines jeden Helden. Regisseure stellen Coolness über die Realität.

Hier eine kleine Ausnahme von dieser Regel: HEAT aus dem Jahr 1995. Dieser Film bietet eine realistische Darstellung dessen, wie bewaffnete Konflikte tatsächlich ablaufen. Das zehnminütige Feuergefecht ist aus gutem Anlass in Hollywood legendär. Die Produzenten holten britische SAS-Soldaten ans Set, um mit den Schauspielern auf den Kampfschießständen des L.A. County Sheriffs reelle Taktiken zu üben.

Fazit: Die Szene, in der Val Kilmer in mehrere Richtungen feuert und seine Waffe nachlädt, wird bei der Ausbildung von Marines im MCRD San Diego den Rekruten als Beispiel für einen effektiven Rückzug unter Feuer gezeigt. Der Film ist bestimmt nicht von Anfang bis Ende realistisch, zeigt jedoch ein Feuergefecht, das realistisch genug ist, um als Beispiel für hochqualifizierte Kämpfer zu dienen. (RQ) https://pixabay.com/de/photos/mars-roter-planet-planet-11012/
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