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leer Die lebenden Leichen des Dr. Mabuse


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
** *** ** ** ** - *** *** 49%
 

 
Vincent Price, Peter Cushing und Christopher Lee vereint in einem Film. Drei Legenden aus dem Horrorbereich, da kann man schon mal Gänsehaut bekommen.


In London kommt es zu einer Reihe von seltsamen Morden, bei denen die Leichen völlig blutleer zurückgelassen werden. Um den Täter ausfindig zu machen, setzt die Polizei eine Undercoverspezialistin ein, die auch tatsächlich in einem Club fündig wird.

Zwar kann die Polizei den Mörder stellen, er kann sich aber von den Handschellen befreien, indem er sich eine Hand abreißt und in das Anwesen von Dr. Mabuse (Vincent Price) flieht, wo er schließlich in einem Säurebad landet und stirbt.

Zeitgleich finden in einer Militärdiktatur Menschenversuche statt. Zu diesem Zweck werden ausgewählten Personen Gliedmaße amputiert und anschließend für „Supersoldaten“ wieder zusammengesetzt.

Einer dieser Supersoldaten war der Vampirmörder. Die Militärdiktatur trifft sich daraufhin mit der Londoner Polizei und vereinbart, dass diese den Fall des Vampirmörders geheim hält. Im Gegenzug würde sie eine britische Geisel freilassen.

Der Plan misslingt und der Gerichtsmediziner David Sorel (Christopher Matthews) nimmt eigenständig Ermittlungen auf. Dabei bricht er in das Anwesen von Dr. Mabuse ein und findet heraus, dass dieser sowie die Angestellten des Hauses bereits ebenfalls Supersoldaten sind - mit dem Plan die Weltherrschaft zu übernehmen.


Die lebenden Leichen des Dr. MabuseDer deutsche Regisseur Gordon Hessler hat es geschafft, drei Ikonen des Horrorfilms, zumindest auf dem Titel, zu vereinen. Bis auf eine kurze Sequenz, in der Vincent Price und Christopher Lee gemeinsam zu sehen sind, ist jeder aber nur für sich alleine unterwegs. Peter Cushings Auftritt ist dabei auch nur auf ein paar Minuten beschränkt, ähnlich seinem Auftritt in „Krieg der Sterne“.

Die längste Screenzeit bekam Price der hier Dr. Mabuse spielt, obwohl der Film mit dem namensgebenden Superschurken nichts zu tun hat. Im Original heißt er auch Dr. Browning. Der deutsche Titel „Die lebenden Leichen des Dr. Mabuse“ sollte damals, wie auch die Nennung der drei Akteure, als Zuschauermagnet wirken.

Der Film selber ist eher als durchschnittliches Werk zu betrachten. Die Story ist gerade zu Beginn des Films schwer nachzuvollziehen, da in kurzen Sequenzen zwischen London, dem Mörder und der Militärdiktatur hin– und her geswitcht wird, weshalb man zeitweise annimmt, dass das alles innerhalb eines Landes passiert.

Hier hätte dem Film eine bessere und glattere Gliederung gutgetan. Dennoch können einige Sequenzen, gemessen an dem Alter des Films, überzeugen. Insbesondere die Amputationen, die nicht gezeigt werden – nur die Ergebnisse, sorgen für ein beklemmendes Gefühl.

Dennoch hebt sich der Film nicht groß vom 70er Jahre Einheitsbrei des britischen Horrors ab. Für Fans jedoch ist der Film ein Muss. Auch wenn die Screenzeit der drei Giganten arg beschränkt ist, macht gerade das bekannte Overacting des Theaterschauspielers Price immer wieder Spaß zu sehen.

Ganz besonders aber muss die Ausstattung erwähnt werden. Wicked Vision hat auch hier wieder ein besonderes Händchen für die Boni gezeigt:

  • Ein 24-seitiges Booklet
  • Audiokommentare
  • Trailer
  • Musiktrailer
  • Unterschiedliche Fassungen uvm.

    Hinzu kommt die edle Aufmachung der Box. Schon aus optischen Gründen sollte man sich diese in die Sammlung stellen. Und für einmal schauen lohnt sich der Film auch allemal.

    Die lebenden Leichen des Dr. Mabuse

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    Fakten
    Originaltitel:
    Scream and Scream Again
     
    deutscher Kinostart am:
    23.04.1971
     
    auf DVD/Blu-ray/VoD ab:
    14.05.2021
     
    Genre:
    Horror
     
    Regie:
    Gordon Hessler
     
    Dieser Film wurde bewertet von:
    AL(49%)
     
    Texte:
    AL
     
    Vertrieb (für Heimkino):
    Wicked Vision
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